1695 wurde das im europäischen Postdienst für Kaiser und Reich berühmt und begütert gewordene Adelsgeschlecht der Thurn und Taxis in den Fürstenstand des Hl. Römischen Reiches erhoben, damals noch in Brüssel ansässig, später in Frankfurt am Main. Mit Fürst Alexander Ferdinand beginnt 1748 die glanzvolle Reihe der Fürsten als kaiserliche Prinzipalkommissare am Immerwährenden Reichstag zu Regensburg und ihre prächtige Hofhaltung in Regensburg. Sie wurden auch Landesherren in Oberschwaben. Am Ende des Reiches musste das Fürstenhaus den Kampf um seine standesherrliche Stellung im Deutschen Bund erleben. Fürst Maximilian Karl (1827-1871) gestaltete das ehemalige Reichsstift St. Emmeram zur bis heute prunkvollen Regensburger Residenz um. Seine Nachfolger führten das Haus sicher durch die Gefahren des untergehenden Ancien Régime, der Revolution und zweier Weltkriege. Der letzte Abschnitt dieses Bildbandes gibt Aufschluss über die jüngste Vergangenheit und die Gegenwart dieses Fürstenhauses, in der eine junge Fürstin, Mariae Gloria, für ihren Sohn, den minderjährigen Albert II., die Weichen stellt.